Nach vier sieglosen Spielen sind wir sehr hoffnungsvoll Richtung Hannover gestartet. Und es sollte ein Nachmittag mit guten und schlechten Ereignissen werden. Um 11.30 Uhr sind wir losgefahren, gegen 12.00 Uhr standen wir am Südeingang bereit zur Ticketkontrolle. Plötzlich wurden alle Schranken wegen eines Vorfalls am Gästeeingang geschlossen. Bei bitterer Kälte mussten wir bis 12.30 Uhr warten, bis der Einlass über die Bühne ging. Unterdessen hatte sich eine große Traube Rollifahrender vor dem Behinderteneingang gebildet. Leider erhielten wir keine Informationen zum aktuellen Geschehen. Dann aber wurden die Tore geöffnet, alle strömten schnell auf ihre Plätze und die Südtribüne war relativ zügig mit Düsseldorfer- und 96-Fans gefüllt.
Vor dem Anpfiff eine Szene, an der beide Mannschaften teilnahmen, dazu auch das Schiedsrichtergespann: Alle gemeinsam hielten ein Banner mit der Aufschrift „Der Holocaust bleibt unvergessen. Nie wieder ist IMMER!“ vor die Augen der 35.000 Zuschauer. Das Stadion war still, und genau das sollte jeder beherzigen und dafür einstehen.
Kaum gesessen, erfolgte pünktlich um 13.00 Uhr der Anpfiff und nach vier Minuten die 1:0 – Führung. Was war geschehen? Kolja Oudenne hatte mit einem feinen Doppelpass Daisuke Yokota bedient, der noch einen Gegenspieler umdribbelt und ungehindert einschießen kann. Das Stadion rundherum war begeistert, das wärmte jeden Fan auf (!) Ab dem Moment war bei beiden Mannschaften der Faden gerissen: kaum Angriffe, keine Abschlüsse, es ging nichts mehr. So ging es nach 45 Minuten in die Halbzeit, und bei Wiederanpfiff wurde Elias Saad für den lange verletzten und heute schlecht spielenden Bundu eingewechselt. Dieser neue Spieler flankte präzise in den Torraum, und Benjamin Källmann war zur Stelle.
2:0 – und was sollte jetzt noch passieren? Fast im Gegenzug der Düsseldorfer Gegentreffer von Egouli. Ein paar Minuten später muss der gleiche Spieler mit gelb-roter Karte vom Platz. Es gibt dazu noch einen Elfmeter, den Ball hat sich sofort Boris Tomiak geschnappt und verschießt kläglich. Frau B. aus dem Wohnbereich Schaftrift merkte an: „So lässig und arrogant kann man keinen Elfmeter schießen“, und so hat 96 ein hausgemachtes Elferproblem. Eine Chance gibt es noch: Der eingewechselte Benedikt Pichler vergibt eine Riesenchance zum 3:1!
Heute war nicht alles gut, aber auch nicht alles schlecht. Nach der Niederlage beim FCK sind wir heute wieder mit drei Punkten einen Platz nach oben gerutscht. Mal schauen, wie es nächste Woche in Magdeburg weitergeht.
Wir sehen uns zum Nordderby mit Holstein Kiel am Sonntag, 08.02.2026, um 13.30 Uhr.
NIEMALS ALLEIN – IMMER GEMEINSAM!
Bis dahin, rote Grüße und wärmt Eure Füße,
Volker Harmgardt
diewahren96er
25.01.2026
Bilder vom 24.01.2026





