Es war eine bittere Pleite gegen den Tabellenletzten Greuther Fürth, und somit hat 96 den Sprung auf Platz vier in der Tabelle verpasst. Das hatten wir „wahren 96er“ uns nicht vorstellen können, denn schon während der Fahrt ins Stadion haben wir von einem deutlichen Sieg gesprochen und dabei in unserem Fahrzeug ein Selfie geschossen.
Schaut mal auf unsere Fotoleiste von heute: Dort sind Herr S. und Herr A. aus dem Heimbereich 1, Herr K. aus dem Haus Gutshof, Köthenwald 5. Im Hintergrund ist Herr K. in seinem Rolli zu sehen, der im Heimbereich Zum Kreisel 7 wohnt.
Mit guter Laune sind wir ins Stadion gerollt und wurden enttäuscht. Schon in der ersten Halbzeit zeigte sich, dass auf allen Ebenen – ob Verteidigung, Mittelfeld oder Sturm – nichts funktionierte. Zwar landete der Ball von Thordarson in der 11. Minute im gegnerischen Tor, wurde jedoch wegen klarer Abseitsstellung annulliert. Das war dann auch die ganze fußballerische Herrlichkeit unserer Truppe.
In der 33. Minute erzielte der wendige und agile Fürther Stürmer Futkeu, mit freundlicher Unterstützung unserer Abwehr, das 0:1. In der Halbzeit hat Trainer Christian Titz zweimal gewechselt. Für Okon, der schwach spielte, kam Taibi, und für Yokota erhielt Chakroun eine Chance.
Besserung war zu sehen, und es waren gerade fünfzig Minuten gespielt, da erzielte Neubauer mit einem prächtigen Schuss aus halbrechter Position den Ausgleich. Das Stadion bebte, die Gesänge wurden lauter, und ab sofort schallte es durch unser Wohnzimmer: Haaaannnooovvveeer!!!
Es war ein ohrenbetäubender Lärm. Menschen gaben sich die Hände, klatschten und sangen: Oh, wie ist das schön …..!
Aber kaum sieben Minuten später ein abrupter Stimmungskiller. Dehm, ehemaliger 96-Spieler, netzte mit einem tollen Schuss aus 18 Metern über Torwart Noll hinweg zum 1:2 ein. Die Roten bemühten sich, aber es sollte nicht sein.
Letztendlich kam, was kommen musste: Elfmeterpfiff nach Foul im Strafraum von Fürths Keller an Matsuda, und es folgte ein kläglicher Schuss vom Punkt in die Arme des Torwarts. Enzo Leopold, unser Kapitän, meinte nach dem vergebenen Elfmeter: „Er (der Torwart) hat mich anscheinend analysiert. Er macht es dann leider gut“, wobei wir meinen, der Torwart brauchte gar nichts zu machen – er musste nur stehen bleiben.
Fazit: Da hat sich unser Käpt’n verkalkuliert. Beim darauffolgenden Angriff köpfte Källmann den Ball an die Latte. Jetzt kam auch noch Pech dazu. Erste Pfiffe von den Rängen, an denen wir uns nicht beteiligten – wir hatten ja immer noch große Hoffnung auf ein Unentschieden.
Es folgten weitere Spielerwechsel, aber es wollte kein weiteres Tor für uns fallen. In der 80. Minute kam noch Pichler für Thordarson, und es wurden neun Minuten nachgespielt.
Am Ende stellen wir fest:
Hannover hat ein Elfer-Problem.
Hannover hat ein Tabellenspitzen-Problem.
Hannover hat ein Problem mit Abstiegskandidaten.
Trotzdem fahren wir mit 96 mutig nach Gelsenkirchen und schauen, wie wir auf SCHALKE drei Punkte holen können. Wir drücken die Daumen und freuen uns auf das Derby gegen die Blau-Gelben am Freitag, 20.03.2026, um 18.30 Uhr in unserer Festung im Niedersachsenstadion.
Mit besten Grüßen von Wahrendorff und genießt das tolle Wetter!
Volker Harmgardt
diewahren96er
09.03.2026
Bilder vom 08.03.2026



