Der 1:0-Auswärtssieg in Darmstadt hatte uns Fans gut auf dieses Spiel gegen Karlsruhe eingestimmt. Das machte uns Hoffnung auf einen ungefährdeten Heimsieg. Unsere Tipps lagen zwischen einem 2:0 und 4:0, nur einer tippte vorsichtiger. Herr K. aus dem Wohnbereich Köthenwald 5 sagte sehr mutig ein Unentschieden voraus. Dabei schauten sich alle gegenseitig an und mit einem zaghaften Lächeln wurde dieses negative Ergebnis verneint, aber akzeptiert und in unserer Tippliste notiert.
Unter neuem Flutlicht stimmten wir gemeinsam in die Vereinshymne ein, die 96-Schals waren hochgereckt und tosender Applaus begleitete unsere Roten in die ersten 45 Minuten. Dann, in der 15. Minute, der Schock: Mustafa Bundu verletzte sich am li. Oberschenkel. Er hatte bis dahin eine gute Leistung erbracht und nun das. Er wurde von Trainer Titz durch Husseyn Chakroun ersetzt.
In der Folge übernahm 96 das Spielgeschehen und kam in der 26. Minute zum 1:0 durch Lars Gindorf, der mitten im Strafraumgeschehen den Ball wuchtig in die Maschen setzte. Glück und Können gepaart mit festem Willen. Wunderbar. Unsere Südkurve tobte und war vollkommen aus dem Häuschen. Wir wahren 96er mittendrin, froh und zufrieden, ja total auf Sieg eingestellt.
Was folgte, war nicht zu erklären: Boris Tomiak ließ sich den Ball abluchsen und der schnelle Japaner Fukuda netzte zum 1:1 ein. So etwas darf nicht passieren, sagte Frau N. und zeigte sich verärgert. Trotzdem marschierte 96 weiter nach vorne und keine zehn Minuten später klingelte es im Kasten der Karlsruher. Auf ein Zuspiel von Kolja Oudenne netzte Marcel Hartel zum 2:1 ein.
Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe, es ging hin und her. Bei einem Zweikampf prallten 96-Torhüter Leo Weinkauf und Fukuda zusammen, Karlsruhe hoffte vehement auf einen Elfmeterpfiff. Der Schiedsrichter aber winkte ab. Mit diesem 2:1 sind wir dann in die Pause gegangen. Gestärkt von Getränken und Würstchen ging es weiter. Und plötzlich hatten wir den Eindruck, als würden unsere Roten das Spielen einstellen: kaum Kombinationen, keine gezielten Pässe in den freien Raum, alles wirkte stumpf und darauf ausgerichtet, das Ergebnis von 2:1 zu halten.
Aber konnte das gut gehen??? Einige meinten, Hannover bettele um das 2:2 (!) und es kam, wie gegen Wolfsburg, die verflixte 85. Minute. Der passiven Spielweise war es zu verdanken, dass Karlsruhe mit schnellem Passspiel im Strafraum auftauchte und durch Pedrosa den 2:2-Endstand herstellte. Karlsruhe jubelte, die 96-Spieler sanken zu Boden, wir setzten uns erst einmal auf die Plätze und atmeten tief durch. 96 bekam noch eine Chance in der 90.+2. Minute. Den fälligen Freistoß von Roggow lenkte der Karlsruher Torhüter an den Pfosten.
So blieb es bei verlorenen zwei Punkten mit der Gewissheit, dass es in der Tabelle nicht weiter hochgeht. Stillstand nennt man das. Nächste Woche treten wir bei Miro Klose und seiner gut gestarteten Nürnberger Truppe an. Da gilt es, ein besseres fußballerisches Gesicht zu zeigen. Wir drücken auf jeden Fall unsere Daumen. Auf Hannover, kämpfen und siegen.
Am Sonntag, 20.09.2026, 13:30 Uhr sehen wir uns zum dritten Heimspiel gegen den VfL Bochum in unserer Arena. Wir freuen uns drauf.
Bis dahin herzliche und rote Grüße von Wahrendorff
Volker Harmgardt
diewahren96er
07.09.2026
Bilder vom 04.09.2026




