Es war wieder eines der verhexten Spiele, wo der Ball in neunzig Minuten einfach nicht über die Linie rollen wollte. So wie in den Partien gegen Schalke, Darmstadt und Berlin mit jeweils einer Heimpleite und den Auswärtsspielen, die mit einer Punkteteilung in Elversberg, Fürth, Dresden und Münster endeten, trotz mehr Ballbesitz und hochkarätiger Chancen. Diese vergebenen Punkte werden bei der Endabrechnung im Mai 2026 fehlen.
Im heutigen Spiel gegen den Bundesligaabsteiger Bochum ging es schwungvoll los. Erste Chance für Bochum, der Schuss streift knapp über die Latte von Torwart Noll, im Gegenzug ergibt sich eine gute Einschussmöglichkeit für Yokota, der Ball segelt hauchdünn am Pfosten vorbei. Nach einer Ecke weiter Torgefahr von 96 durch Leopold und Yokota, der Bochumer Keeper kann sensationell retten. Weiter 0:0.
Dann eine längere Unterbrechung, weil sich die Pyro-Strategen auf beiden Seiten austoben mussten. Bei Nebel, der über dem Stadion lag, und dem aufsteigenden Qualm der Raketen und Böller fiel uns das Atmen schwer. Einige zogen ihre Pullover über den Mund und die Nase. Die Stimmung von vor wenigen Minuten war futsch. Es wurden zehn Minuten nachgespielt, das Spiel verflachte und man dachte, die Spieler wollen nur noch in die Pause. In der 44. Minute nach einem Foul von Bochums Ruprecht an Neubauer zeigte Schiedsrichter Tobias Reichel auf den Elfmeterpunkt. Benjamin Källman, unser Torjäger, schnappte sich nach Überprüfung durch den VAR den Ball und schoss unplatziert in die Arme von Torhüter Horn. Schade, das hätte das 1:0 sein können.
Nach Wiederanpfiff kam unser Team zur ersten Torchance durch Leopolds Hereingabe auf den Kopf von Aseko, leider drüber. Dann hat Matsuda noch eine große Chance, scheitert aber wieder an Horn. Kurze Zeit später dringen die Bochumer in den 96-Strafraum ein und knallen den Ball gegen den Innenpfosten, von wo der Ball zurück ins Spielfeld prallt. Noch eine weitere Tormöglichkeit durch Taibi wird von Timo Horn pariert. Am Ende des Spiels bleibt es beim 0:0, doch etwas unzufrieden verlassen wir das Stadion. Und hoffen jetzt, dass es in Nürnberg besser für uns läuft. Frau N. aus dem Wohnbereich Schaftrift sagte beim Gang zu unseren Transportfahrzeugen: „Mit dem fünften Platz können wir nicht zufrieden sein, wir haben lautstark alles gegeben, aber die Mannschaft hat uns wohl nicht gehört!“
Wir „wahren96er“ sind gut wieder daheim angekommen, haben uns gegenseitig einen guten Abend und einen tollen 3. Advent gewünscht. Im neuen Jahr sehen wir uns am 19. Spieltag beim Spiel 96 gegen Fortuna Düsseldorf wieder. Auf Wiedersehen, bis bald.
Mit besten, schwarz-weiß-grünen Grüßen,
Volker Harmgardt
diewahren96er
16.12.2025
Bilder vom 13.12.2025







